Sie sind hier
Home > Buchmarkt > Kunst, Kommerz & Klappentext: Wie man Interessenten gewinnen kann

Kunst, Kommerz & Klappentext: Wie man Interessenten gewinnen kann

Wie überzeuge ich einen potenziellen Käufer von meinem Buch, sodass er es nicht nur in die Hand nimmt, sondern damit schließlich auch zur Kasse geht?

Als erstes müssen natürlich der Titel und das Cover überzeugen. Sind diese zwei Voraussetzungen erfüllt, wird der Leser das Buch umdrehen und das ist der wohl entscheidende Moment. Der Interessent beginnt den Klappentext zu lesen. Jetzt fällt die Kaufentscheidung – ja oder nein?

Mit dem Klappentext müssen Sie den Leser überzeugen und zeigen, dass Ihr Buch es wert ist, gekauft zu werden. Fängt der Text den Leser nicht sofort ein, haben Sie schon verloren.

Was ist also beim klassischen Klappentext zu beachten?

Egal, wie komplex und vielschichtig Ihr Buch ist, der Klappentext sollte kurz und knackig sein. Es werden nicht mehr als 100 bis 150 Wörter empfohlen – gar nicht mal so einfach, oder?

Überzeugen Sie mit dem ersten Satz! Auch Schlüsselwörter spielen eine wichtige Rolle. Aus dem Text auf dem Buchrücken sollte das Genre klar erkennbar sein. Haben Sie einen Liebesroman geschrieben, sollte es auch aus dem Klappentext hervorgehen! Da dürfen Sie nicht eine Nebenhandlung, wie beispielsweise einen kleinen begleitenden Kriminalfall, als Haupthandlungsstrang verkaufen. Damit verprellen Sie nur Ihre Leser und Ihr Roman wirkt wie eine Mogelpackung.

Wenn Sie sich unsicher sind, geben Sie den Text einem Bekannten, der das Buch nicht gelesen hat und fragen, welche Art von Buch er erwarten würde. Dies ist immer ein guter Anhaltspunkt, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder nicht. Nehmen Sie die Anmerkungen ernst, auch wenn sie kritisch sind und das Autorenego erst einmal ankratzen. Man möchte Sie damit nicht kränken oder verletzen, sondern das Verkaufspotential Ihres Werkes steigern.

In der Regel wird der Text in der 3. Person, Gegenwart geschrieben. Diese Perspektive von außen verleiht Objektivität und erhöht gewissermaßen die Glaubwürdigkeit.

Auch sollten Sie nicht zu viel verraten und den Leser neugierig machen. Es geht um den Kern der Geschichte. Lange Einleitungen und Erklärungen sind hier fehl am Platz. Im Durchschnitt entscheidet ein Leser innerhalb von 10 Sekunden, ob er das Buch kaufen möchte oder nicht.

Wie heißt es so schön: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

Hier ist direkt auch der nächste Punkt zu beachten: Die Rechtschreibung und Zeichensetzung. Zurecht legten die Leser viel Wert auf einen fehlerfreien Text. Dies sollte unbedingt auch beim Klappentext beachtet werden. Rechtschreibfehler lassen das Buch nachlässig und unprofessionell wirken. Außerdem kann man davon ausgehen, dass das gesamte Buch auch Fehler enthält, wenn schon der Klappentext nicht fehlerfrei ist.

Wie Sie sehen, ist also einiges zu beachten. Deshalb wundern Sie sich nicht, wenn Sie etwas länger an Ihrer Version des Rückseitentextes basteln und geben Sie nicht auf, bis Sie das Optimum erreicht haben!

Ähnliche Beiträge

Schreiben Sie einen Kommentar

Top